Am See
Strandbad mit Geschichte
Seit den 1920er Jahren gehen die Schondorfer hier ins Wasser: Das hufeisenförmige Bade- und Bootshaus von 1928 ist ein seltenes Zeugnis der Badekultur der Zwischenkriegszeit.
Die Denkmalliste führt das Herzstück des Bades als „Bade- und Bootshaus, hufeisenförmiger Satteldachbau, Mittelrisalit mit Flachdach, holzverkleideter Ständerbau, 1928“ (Aktennummer D-1-81-139-26). Der Entwurf wird Max Joseph Gradl zugeschrieben, der zeitgleich die benachbarte Ufermauer gestaltete.
Die Bahn brachte seit 1898 ganze Ausflugszüge von Augsburg und München an den See – Baden wurde zur Sommerkultur, und Schondorf erhielt mit Badehaus, Stegen und Umkleiden eine für die Zwischenkriegszeit bemerkenswert elegante Infrastruktur.
Dass hier ein besonderer Badeplatz ist, wussten übrigens schon die Römer: Am Badegelände sind die Grundmauern einer römischen Villa sichtbar. Gebadet wird an dieser Stelle also – mit Unterbrechungen – seit fast zwei Jahrtausenden.
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