Baudenkmal

Landhaus Seestraße 47

Ein verschalter Fachwerkbau mit Steilsatteldach, Vorbau und Zwerchhaus – um 1910 von Max Joseph Gradl entworfen und heute in der Bayerischen Denkmalliste geführt.

Eingangsseite des Landhauses Seestraße 47
Die Eingangsseite des Landhauses an der Seestraße 47.

Die Bayerische Denkmalliste beschreibt das Anwesen nüchtern und präzise: „Landhaus, verschalter Fachwerkbau mit Steilsatteldach, Vorbau und Zwerchhaus, von Max Joseph Gradl, um 1910“ (Aktennummer D-1-81-139-18). Hinter den knappen Worten steht eines der ersten Häuser, die Gradl nach seinem Umzug an den Ammersee schuf – und zugleich sein persönlichstes.

Der Bau übersetzt die Ideale der Reform- und Landhausbewegung in die Ammersee-Landschaft: handwerkliche Konstruktion, steile Dächer gegen das Voralpenwetter, eine Gartenseite zum See. Wer Gradls frühere Laufbahn als Schmuck- und Schriftkünstler kennt, erkennt die Liebe zur durchgearbeiteten Einzelform – vom Zwerchhaus bis zum Detail der Verschalung.

Das Haus blieb über die Generationen in Familienhand und ist heute Ausgangspunkt dieses Dokumentationsprojekts. Nach und nach werden hier Pläne, Fotografien und Dokumente aus dem Familienarchiv veröffentlicht.

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